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Sara MacKillop | 3.35 x 2.30 / text / images
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14. Juni bis 27. Juli 2008
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Der Ausstellungstitel, 3.35 x 2.30, bezeichnet die Maße des Galeriefensters. 3.35 x 2.30 Meter misst dass Sichtfeld des Betrachters, wenn er von außen auf das Display der Galerie Clages schaut. Das Fenster ist eine weitere formale Struktur und tritt in einen Dialog mit dem Formenvokabular im Inneren. Mit dem Titel der Installation macht MacKillop den Blick aber auch frei für die andere, rahmende Funktion des Fensters. Denn das Schaufenster markiert traditionell die Grenze zwischen Ware und Konsument. MacKillop vergegenwärtigt die Bedeutung des kommerziellen Galerieraums als wertschöpfende Konstante im Betriebssystem Kunst.
Für das envelope piece wurden mehr als 50 verschiedene schwarz-weiße Muster zusammengetragen, die den Sichtfenstern von Briefumschlägen hinterlegt sind. Jedes der DIN A4 großen Blätter zeigt eine neue Dekorvariante. Hier geht es nicht nur streng formalistisch zu. Denn MacKillops kapriziöse Sammelleidenschaft kommt von einer fast kindlichen Begeisterung an der reichen Formenwelt, die innerhalb amtlicher Grenzen ihre Blüten treibt. Das hat nichts Spöttisches, sondern wurzelt in einer tiefen Wertschätzung gegenüber den Dingen des Alltags. Im Zusammentreffen von verblüffend simpler künstlerischer Geste und der optischen Plausibilität ihrer Arbeiten führt die Künstlerin vor, dass den einfachen Formen, dem Dekor des Alltags eine Poesie zu Eigen ist, die erst das symbolische System Kunst zum Leben erweckt. An die Stelle von konzeptueller Schwere ihrer kunstgeschichtlichen Vorbilder des amerikanischen Minimalismus setzt Sara MacKillop eine visuelle Leichtigkeit, deren Betrachtung sinnliche Freude bereitet.
Julia Höner
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